Welche Vapes sind in Deutschland verboten, welche erlaubt?
Welche Vapes in Deutschland verboten und welche erlaubt sind: Marken, Modelle und Grenzwerte im Überblick. Einweg und Mehrweg getrennt betrachtet.
Viele Vapes, die auf dem Weltmarkt erhältlich sind, dürfen in Deutschland nicht verkauft werden. Gründe sind vor allem eine zu große Füllmenge, der zu hohe Nikotingehalt und verbotene Zusatzstoffe. Geräte beispielsweise, die weltweit mit 15.000 Zügen und 50 mg/ml Nikotin beworben werden, verstoßen in Deutschland gegen geltendes Recht.
Dieser Ratgeber geht Marke für Marke durch und zeigt, was du in Deutschland legal kaufen kannst, welche Modelle der Zoll aus dem Verkehr zieht und warum manche Geräte mit 5.000 Zügen trotzdem erlaubt sind.
- 2 ml: maximale Füllmenge für vorbefüllte Einweggeräte und geschlossene Wechselkartuschen.
- 10 ml: maximale Größe einer Nachfüllflasche für offene Systeme.
- 20 mg/ml: Obergrenze für Nikotin, unabhängig von der Bauform.
- Legal im Handel: Elf Bar 600 und 800, ELFA, ELFX, Lost Mary BM600 und Tappo, VOZOL Star 600, HQD Surv, SKE Crystal Bar 600, Vuse Go.
- Nicht verkehrsfähig: Weltmarktmodelle mit großen fest verbauten Tanks wie Elfbar BC5000, RandM Tornado 7000 bis 12000 oder Al Fakher Crown Bar 8000.
Die drei Grenzwerte sind entscheidend
Grundlage für die Frage, ob eine Vape in Deutschland verkauft werden darf, ist das Tabakerzeugnisgesetz zusammen mit der Tabakerzeugnisverordnung. Beide setzen die europäische Tabakproduktrichtlinie 2014/40/EU um, über die das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat informiert. Seit der Novelle 2021 fallen auch nikotinfreie E-Zigaretten und Liquids vollständig unter das Tabakrecht.
§ 14 TabakerzG legt die Beschaffenheit fest. Drei Werte solltest du im Kopf haben:
- 2 ml: Maximale Füllmenge für vorbefüllte Einweggeräte und geschlossene Wechselkartuschen.
- 10 ml: Maximale Größe einer Nachfüllflasche für offene Systeme.
- 20 mg/ml: Obergrenze für Nikotin, egal ob Freebase oder Nikotinsalz.
Dazu kommen technische Auflagen: Das Gerät muss die Nikotindosis gleichmäßig abgeben, kindergesichert, manipulationssicher, bruch- und auslaufsicher sein. Nachfüllbare Systeme brauchen einen zugelassenen Nachfüllmechanismus, etwa einen fest verankerten Ausgießer von mindestens neun Millimetern Länge. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat diese Vorgaben in einem Merkblatt zusammengetragen.
Bevor ein Produkt hier verkauft werden darf, muss der Hersteller es beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit anmelden. Auf der Packung stehen die Inhaltsstoffe absteigend nach Gewichtsanteil, dazu der Warnhinweis zum Nikotin, der 30 Prozent der beiden größten Flächen einnimmt, plus Beipackzettel. Verkauft wird ausschließlich an Volljährige, im Onlinehandel umgesetzt über ein zweistufiges Altersprüfverfahren.
Welche Inhaltsstoffe verboten sind
Anlage 2 zu § 28 TabakerzV listet die Substanzen auf, die in E-Liquids nichts zu suchen haben:
- Stoffe, die das Dampfen gesund aussehen lassen: Vitamine wie Tocopherol, essenzielle Aminosäuren, L-Carnitin, antioxidativ wirksame Phospholipide, Natriumselenit.
- Aufputschende Zusätze: Koffein, Taurin, Guarana, Thujon sowie Zucker wie Glucose, Fructose und Maltodextrin.
- CMR-Stoffe nach CLP-Verordnung, also krebserzeugende, erbgutverändernde oder fortpflanzungsgefährdende Substanzen. Dazu zählen Birkenteeröl, Wacholderteeröl, Sassafras-Extrakte und Safrol.
- Aromen mit bekannter Lungentoxizität: Diacetyl (2,3-Butandion), 2,3-Pentandion und 2,3-Hexandion. Diacetyl schmeckt buttrig und steht im Verdacht, die Bronchiolitis obliterans auszulösen, im Volksmund Popcorn-Lunge. Verboten sind ferner Cumarin, Bittermandelöl, Poleiminze und Engelsüßwurzel.
Drei Bauarten, drei Rechtslagen
Bevor es zu den Marken geht, lohnt der Blick auf die Technik. Ob eine E-Zigarette zugelassen wird, hängt auch von der Bauform ab:
- Klassische Einweg-Vape: Akku, Liquid und Verdampfer sind fest verbunden, das Gerät wird gefüllt verkauft. Der Tank darf 2 ml fassen, mehr nicht. Daraus ergeben sich die bekannten 600 Züge.
- Einweg-Hybrid mit Reservoir: Ein fest verbauter 2-ml-Pod wird aus einer aufsteckbaren 10-ml-Flasche kontinuierlich nachgespeist. Kein Bauteil überschreitet seine Grenze. Deshalb sind vierstellige Zugzahlen hier legal möglich. Das gilt aber nur, wenn das System nicht als ein einziges Bauteil gewertet wird und sich die Nachfüllflasche entfernen lässt.
- Mehrwegsystem: Ein wiederaufladbarer Akku wird entweder mit vorbefüllten 2-ml-Pods bestückt oder leer verkauft und vom Nutzer aus Nachfüllflaschen mit maximal 10 ml befüllt.
Einweg-Vapes: was du kaufen darfst
Elfbar
Der Elf Bar 600 und die neue Elfbar 800 sind die Referenzprodukte für den europäischen Markt, wenn es um Einweg-Vapes geht: exakt 2 ml Liquid, 20 mg/ml Nikotinsalz, rund 600 bzw. 800 Züge. Beide erfüllen die Vorgaben und sind hier regulär im Handel.
Die BC5000 ist der weltweite Bestseller von Elfbar, vor allem in den USA. Sie liefert 5.000 Züge aus einem 13-ml-Tank und existiert in Versionen mit 50 mg/ml. In Deutschland ist sie damit verboten. Ähnlich liegt der Fall bei den Weltmarktmodellen NX 7000, Dual 10K und Plus 50, die je nach Land mit 8- bis 20-ml-Tanks oder abweichenden Pod-Reservoir-Kombinationen ausgeliefert werden.
Die AF5000 ist die Antwort auf die BC5000 und der Versuch, die rechtlichen Regelungen in Europa zu umgehen. Sie arbeitet mit einem 2-ml-Pod und einer aufsteckbaren 10-ml-Nachfüllflasche, aus der das Liquid selbsttätig nachläuft. Die Herstellerangabe lautet 5.000 Züge, beide Bauteile bleiben innerhalb ihrer gesetzlichen Grenze. Dennoch ist das Gerät in Deutschland verboten. Es zählt zu den sogenannten Hybrid Vapes, wird aber rechtlich wie ein geschlossenes System behandelt, weil sich die Nachfüllkartusche nicht einfach entnehmen lässt.
Ein beliebtes und in Deutschland zulässiges System ist Elfbar ELFA. Es arbeitet je nach Wunsch mit vorbefüllten oder nachfüllbaren Pods, die jeweils 2 ml Liquid fassen.
Ein reines Nachfüllsystem ist Elfbar ELFX. Es gibt verschiedene Refillable Pods mit unterschiedlichen Widerständen (Ohm) je nach gewünschtem Dampfverhalten.
Lost Mary
Lost Mary gehört zum selben Konzern wie Elfbar. Die BM600 folgt exakt dem 2-ml-Schema und ist erlaubt. Die auf dem US-Markt verkauften MO5000 und MO20000 arbeiten mit zweistelligen Tankvolumen und hohen Nikotinsalzkonzentrationen. Sie dürfen hier nicht verkauft werden.
Erlaubt ist dagegen das Lost Mary Tappo-System. Es nutzt nachfüllbare Pods, die 2 ml Liquid fassen.
VOZOL
Die Star 600 ist die europäische 2-ml-Variante der Marke und legal. Die Neon Plug wirbt mit bis zu 36.000 Zügen und kombiniert dafür einen 4-ml-Pod mit einem 20-ml-Reservoir. Beide Werte liegen über den Grenzen, weshalb dieses Modell und die baugleiche Vista Plug hier ausscheiden. An diesem Beispiel sieht man gut, dass Reservoir-Technik allein noch keine Legalität schafft.
HQD
HQD baut mit Surv, Cuvie und Hoova Modelle speziell für Europa: 2 ml, maximal 20 mg/ml, Mouth-to-Lung-Zug, korrekte Warnhinweise. Die Dual 35K zielt dagegen auf Märkte ohne Volumengrenze und nutzt 4-ml-Pods mit 20-ml-Reservoirs. In Deutschland ist sie deshalb nicht verkehrsfähig.
RandM
Die Einwegserie Tornado 7000, 9000 und 12000 von Shenzhen Fumot sind in Deutschland verboten und nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich. Ihre Merkmale sind 14, 18 oder über 20 ml in einem verschlossenen Tank, grelle LED-Optik und Cartoon-Motive. Bekannt sind die sogenannten Monkey Vapes bzw. Affen Vapes. Diese Geräte sind EU-weit illegal und häufig nicht auf Inhaltsstoffe geprüft. Legale Produkte führt die Marke ebenfalls, sie stehen weiter unten bei den Mehrwegsystemen.
Al Fakher
Der Shisha-Hersteller überträgt seine Marke auf Vapes. Die Crown Bar 8000 bietet Direct-to-Lung-Züge aus einem 18-ml-Tank, weltweit oft mit 50 mg/ml. Die 15K Pro Max DTL geht in dieselbe Richtung. Beide Modelle sind in dieser Konfiguration in Deutschland verboten.
Weitere internationale Einweggeräte
Die SKE Crystal Bar 600 hält das 2-ml-Format ein und ist erlaubt. Die US-Modelle Geek Bar Pulse (rund 16 ml, 15.000 Züge, 5 Prozent Nikotin) sowie Klassiker wie Elux Legend, Puff Bar, Bang XXL und Hyde scheitern durchweg an Tankvolumen, Nikotingehalt oder beidem.
Aus der Tabakindustrie kommt die Vuse Go von BAT mit 2 ml und 500 bis 700 Zügen. Sie ist legal und in vielen Kiosken und Tankstellen zu finden.
Instaflow
Die Instaflow 5000 funktioniert wie die Elfbar AF5000: 500-mAh-Akku, Mesh-Coil, 2-ml-Pod plus aufsteckbares 10-ml-Reservoir. Im Gegensatz zur Elfbar ist die Instaflow in Deutschland aber legal. Das liegt an der Bauform: Sie ermöglicht einen separaten Austausch des Liquid-Reservoirs über ein Schienensystem.
Mehrweg-Vapes: die legale Mehrheit
Mehrweggeräte teilen sich in zwei Familien. Geschlossene Systeme arbeiten mit vorbefüllten Pods bis 2 ml, offene Systeme werden leer verkauft und aus 10-ml-Flaschen befüllt. Beide Bauarten erfüllen die Vorgaben, produzieren weniger Elektroschrott und kommen den Nutzer pro Zug meist günstiger.
Geschlossene Pod-Systeme
Die Elfbar ELFA gehört zu den meistverkauften legalen Mehrweggeräten hierzulande: wiederaufladbarer Akku, Elfbar Pods mit exakt 2 ml und rund 600 Zügen je Kartusche. Passend dazu bietet RandM Tornado Pods an, die mit dem ELFA-Akku kompatibel sind und den bekannten Geschmack in ein regelkonformes Format bringen.
Lost Mary bedient das Segment mit Tappo und Tappo Pro. Aus der klassischen Tabakindustrie kommen Vuse ePod und Vuse Pro (BAT), myBlu (Reemtsma) mit 1,5-ml-Kartuschen, Logic Compact (JTI) und JUUL2 mit 1,9 ml bei 18 mg/ml. RELX Infinity 2 und die Schwestermarke WAKA liefern für Europa ebenfalls 2-ml-Pods; deren globale Big-Puff-Varianten fallen dagegen unter das Verbot.
Offene Systeme
Bei offenen Systemen zum Nachfüllen greift die 2-ml-Regel nicht, weil das Gerät ohne Liquid verkauft wird. Elfbar bedient dieses Feld mit ELFX und ELFX Mini; befüllt werden sie aus versteuerten 10-ml-Flaschen, etwa der ELFLIQ-Serie. RandM verkauft mit der Tornado Digital Box 12000 REFILL und dem Pro Kit leere Pod-Systeme, die optisch an die verbotenen Einweggeräte erinnern, rechtlich aber sauber sind.
Dazu kommt das klassische Feld der Dampfer-Hardware: Vaporesso XROS, Uwell Caliburn, OXVA Xlim, Voopoo Argus und Drag sowie Geräte von Aspire und Innokin. Auch deutsche Marken wie 187 Strassenbande setzen auf nachfüllbare Pods plus eigene Liquidlinie. All diese Systeme sind hier uneingeschränkt erlaubt.
Die große Übersicht: Hersteller, Modelle, Grenzwerte
Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der bekanntesten Vape-Modelle. Die Zugzahl ist eine theoretische Herstellerangabe und kann je nach Zugverhalten deutlich abweichen.
Marktübersicht: Einweg- und Mehrweg-Vapes im Vergleich
| Hersteller | Modell | Typ | Züge (Herstellerangabe) | Nikotin (max.) | Füllmenge (Tank / Reservoir) | In Deutschland erlaubt? |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Elfbar | Elf Bar 600 / 600 V2 | Einweg | 600 | 20 mg/ml | 2 ml | Ja |
| Elfbar | BC5000 | Einweg | 5.000 | 20 mg/ml (EU), 50 mg/ml (global) | 13 ml fest verbaut | Nein, Tank über 2 ml |
| Elfbar | NX 7000 / Dual 10K / Plus 50 | Einweg | 7.000 bis 10.000+ | bis 50 mg/ml | 8 bis 20 ml je Ländervariante | Nein |
| Elfbar | AF5000 (Autofill) | Einweg-Hybrid | 5.000 | 20 mg/ml | 2 ml Pod + 10 ml Reservoir | Nein |
| Elfbar | ELFA / ELFA Pro | Mehrweg (Prefilled Pod) | ca. 600 je Pod | 20 mg/ml | 2 ml je Pod | Ja |
| Elfbar | Mate500 | Mehrweg (Prefilled Pod) | ca. 500 je Pod | 20 mg/ml | 2 ml je Pod | Ja, aber eingestellt. Alternativen: Elfbar ELFA und Lost Mary Tappo |
| Elfbar | ELFX / ELFX Mini | Mehrweg (offen) | hängt am Liquid | 20 mg/ml | leer verkauft, 10-ml-Flaschen | Ja |
| Lost Mary (IMIRACLE) | BM600 | Einweg | 600 | 20 mg/ml | 2 ml | Ja |
| Lost Mary | MO5000 / MO20000 | Einweg | 5.000 bis 20.000 | bis 50 mg/ml | zweistellig (13 ml aufwärts) | Nein, Tank über 2 ml |
| Lost Mary | Tappo / Tappo Pro | Mehrweg (Prefilled Pod) | ca. 600 je Pod | 20 mg/ml | 2 ml je Pod | Ja |
| RandM (Fumot) | Tornado 7000 | Einweg | 7.000 | 20 / 50 mg/ml | 14 ml fest verbaut | Nein, Tank über 2 ml |
| RandM | Tornado 9000 | Einweg | 9.000 | 20 / 50 mg/ml | 18 ml fest verbaut | Nein, Tank über 2 ml |
| RandM | Tornado 12000 | Einweg | 12.000 | 20 / 50 mg/ml | 20 ml und mehr | Nein, Tank über 2 ml |
| RandM | Tornado Pods (ELFA-kompatibel) | Mehrweg (Prefilled Pod) | ca. 600 je Pod | 20 mg/ml | 2 ml je Pod | Ja |
| RandM | Tornado Digital Box 12000 REFILL / Pro Kit | Mehrweg (offen) | 10.000+ | 20 mg/ml | leer verkauft, 10-ml-Flaschen | Ja, wird ohne Liquid verkauft |
| Instaflow | Instaflow 5000 | Einweg-Hybrid | 5.000 | 20 mg/ml | 2 ml Pod + 10 ml Reservoir | Ja, sofern versteuert und notifiziert |
| VOZOL | Star 600 | Einweg | 600 | 20 mg/ml | 2 ml | Ja |
| VOZOL | Neon Plug / Vista Plug | Einweg-Hybrid | bis 36.000 | 20 mg/ml | 4 ml Pod + 20 ml Reservoir | Nein, Pod über 2 ml, Flasche über 10 ml |
| HQD | Surv / Cuvie / Hoova | Einweg | 600 | 20 mg/ml | 2 ml | Ja |
| HQD | Dual 35K | Einweg-Hybrid | 35.000 | 20 mg/ml | 4 ml Pod + 20 ml Reservoir | Nein, beide Grenzen gerissen |
| Al Fakher | Crown Bar 8000 | Einweg | 8.000 | bis 50 mg/ml | 18 ml fest verbaut | Nein, Tank über 2 ml, zu hoher Nikotingehalt |
| Al Fakher | 15K Pro Max DTL | Einweg (Weltmarkt) | 15.000 | bis 50 mg/ml | zweistellig | Nein, Tank über 2 ml, zu hoher Nikotingehalt |
| SKE | Crystal Bar 600 | Einweg | 600 | 20 mg/ml | 2 ml | Ja |
| Geek Bar (Geekvape) | Pulse | Einweg (US-Markt) | 15.000 | 50 mg/ml | rund 16 ml | Nein, Tank und Nikotin über der Grenze |
| Elux / Puff Bar / Bang / Hyde | Legend, XXL und weitere | Einweg (US/UK) | 3.500 bis 20.000 | bis 50 mg/ml | 10 bis 20 ml | Nein |
| Vuse (BAT) | Vuse Go | Einweg | 500 bis 700 | 20 mg/ml | 2 ml | Ja |
| Vuse (BAT) | ePod / Pro / Pro Smart | Mehrweg (Prefilled Pod) | je Pod, Angabe variiert | 20 mg/ml | 1,9 ml je Pod | Ja |
| Reemtsma | myBlu | Mehrweg (Prefilled Pod) | je Pod, Angabe variiert | 20 mg/ml | 1,5 ml je Pod | Ja |
| JTI | Logic Compact | Mehrweg (Prefilled Pod) | je Pod, Angabe variiert | 20 mg/ml | max. 2 ml je Pod | Ja |
| JUUL Labs | JUUL2 | Mehrweg (Prefilled Pod) | je Pod, Angabe variiert | 18 mg/ml | 1,9 ml je Pod | Ja |
| RELX | Infinity 2 / WAKA (EU-Pods) | Mehrweg (Prefilled Pod) | je Pod, Angabe variiert | 20 mg/ml | max. 2 ml je Pod | Ja (EU-Version) |
| Vaporesso | XROS-Serie | Mehrweg (offen) | hängt am Liquid | 20 mg/ml | leer verkauft | Ja |
| Uwell | Caliburn-Serie | Mehrweg (offen) | hängt am Liquid | 20 mg/ml | leer verkauft | Ja |
| OXVA | Xlim-Serie | Mehrweg (offen) | hängt am Liquid | 20 mg/ml | leer verkauft | Ja |
| Voopoo | Argus / Drag | Mehrweg (offen) | hängt am Liquid | 20 mg/ml | leer verkauft | Ja |
| Aspire / Innokin | Pod- und Tanksysteme | Mehrweg (offen) | hängt am Liquid | 20 mg/ml | leer verkauft | Ja |
| 187 Strassenbande | Pod-System + 10-ml-Liquids | Mehrweg (offen) | hängt am Liquid | 20 mg/ml | leer verkauft | Ja |
So erkennst du illegale Ware
Du willst wissen, ob die Vape, die du kaufen möchtest, legal ist? Beim Kauf im Kiosk, am Automaten oder über Social Media hilft eine kurze Prüfliste. Trifft auch nur einer dieser Punkte zu, lass die Finger davon:
- Vierstellige Zugzahl auf einem klassischen Einweggerät ohne aufsteckbare Nachfüllflasche.
- Tankangabe über 2 ml oder gar keine Angabe zur Füllmenge.
- Nikotinangabe über 20 mg/ml, häufig als „5 %“ oder „50 mg“ gedruckt.
- Kein deutsches Steuerzeichen des Zolls auf der Packung.
- Warnhinweis fehlt, ist nur englisch oder deckt weniger als 30 Prozent der Fläche ab; kein Beipackzettel.
- Keine deutschsprachige Inhaltsstoffliste.
- Verkauf ohne Altersprüfung, über Messenger-Gruppen oder aus dem Kofferraum.
FAQ: häufige Fragen zu erlaubten und verbotenen Vapes
Sind Vapes mit 5.000 Zügen in Deutschland erlaubt?
Das hängt an der Bauart. Ein klassisches Einweggerät mit fest verbautem Tank über 2 ml ist verboten, etwa die Elfbar BC5000 oder die RandM Tornado 7000. Hybride wie die Instaflow 5000 erreichen dieselbe Zugzahl legal, weil sie einen 2-ml-Pod mit einer separaten 10-ml-Flasche kombinieren. Kein Bauteil überschreitet seine Grenze. Offene Systeme wie die RandM Digital Box 12000 REFILL sind ebenfalls erlaubt, weil sie unbefüllt verkauft werden.
Warum sind die RandM-Tornado-Einweggeräte verboten?
Die Einwegversionen 7000, 9000 und 12000 fassen 14 bis über 20 ml in einem verschlossenen Tank. Das europäische Tabakrecht begrenzt vorbefüllte Systeme auf 2 ml, unter anderem, um Nikotinvergiftungen bei Leckagen zu verhindern. Viele Geräte aus dieser Serie tragen zusätzlich Nikotinkonzentrationen bis 50 mg/ml. Legal sind von der Marke nur die leer verkauften Kits und die 2-ml-Wechselpods.
Dürfen E-Liquids Menthol, Kühlstoffe und Sucralose enthalten?
Stand 2026 sind diese Stoffe rechtlich noch zulässig. Vom Konsum wird jedoch abgeraten: Sucralose zerfällt oberhalb von 120 Grad in chlorierte Verbindungen, synthetische Kühlstoffe stehen im Verdacht, Leber, Niere und Milz zu belasten, und sie erleichtern durch die betäubende Wirkung im Rachen tiefere Züge. Ein Verordnungsentwurf sieht die Aufnahme von 13 Substanzen in die Verbotsliste vor. Diacetyl, Vitamine und Koffein sind bereits heute untersagt.
Macht 6-Methylnikotin schneller abhängig als Nikotin?
6-Methylnikotin ist ein synthetisch hergestelltes Analogon, mit dem Anbieter auf einigen Märkten die Tabakregulierung umgehen. Erste Untersuchungen deuten auf eine stärkere Bindung an bestimmte Rezeptoren hin, woraus ein höheres Abhängigkeitspotenzial folgen könnte.
Darf ich verbotene Big Puffs im Ausland für den Eigenbedarf bestellen?
Nein. Geräte, die der europäischen Tabakproduktrichtlinie nicht entsprechen, dürfen nicht nach Deutschland eingeführt werden. Der Zoll beschlagnahmt solche Sendungen und vernichtet sie. Weil die Ware unversteuert ist, kommt der Vorwurf der Steuerhinterziehung nach § 370 Abgabenordnung hinzu, was Geldstrafen oder im Wiederholungsfall eine Freiheitsstrafe nach sich ziehen kann.
Gelten die Regeln auch für nikotinfreie Vapes?
Ja. Seit 2021 fallen nikotinfreie E-Zigaretten und Liquids vollständig unter das Tabakrecht. Die 2-ml-Grenze für Einweggeräte, die 10-ml-Grenze für Nachfüllflaschen, die Kennzeichnungspflichten, das Abgabeverbot an Minderjährige und die Tabaksteuer greifen unverändert.
Ist Elfbar in Deutschland legal?
Die Marke selbst ist es, einzelne Modelle nicht. Legal sind die Elf Bar 600 und 800, die ELFA- und Mate500-Pod-Systeme sowie die offenen ELFX-Geräte mit ELFLIQ-Liquids. Hinzu kommen weitere legale Produkte wie die Elfbar MAX. Nicht verkehrsfähig sind Weltmarktmodelle mit großen fest verbauten Tanks wie die BC5000. Wer ein Gerät aus einer ausländischen Quelle bezieht, sollte Tankgröße, Nikotinangabe und Steuerzeichen prüfen.
Woran erkenne ich, dass ein Gerät angemeldet ist?
Eine öffentlich einsehbare Produktnummer gibt es für Verbraucher nicht. Praktisch prüfbar sind deutschsprachige Inhaltsstoffliste, ein korrekt dimensionierter Warnhinweis, beiliegender Beipackzettel, Angabe von Füllmenge und Nikotingehalt sowie das Steuerzeichen. Fehlt eines dieser Merkmale, war das Produkt mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht beim BVL angemeldet.
E-Zigaretten und Liquids sind ausschließlich für volljährige Konsumenten bestimmt. Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine Rechtsberatung.
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