Steuern auf Vapes und E-Zigaretten: weltweiter Vergleich
Die Steuern auf Vapes, E-Zigaretten und Liquids unterscheiden sich innerhalb Europas und weltweit erheblich.
In einer 10-ml-Flasche Liquid stecken in Deutschland seit Januar 2026 3,20 Euro Tabaksteuer. Obendrauf kommt noch die Mehrwertsteuer. Wer die gleiche Flasche in Frankreich kauft, zahlt darauf keinen Cent Verbrauchsteuer. In Irland sind es dagegen satte 5 Euro. Diese Spanne zeigt, wie weit die Staaten bei den Steuern auf Vapes und E-Zigaretten auseinanderliegen.
Unser großer Überblick zeigt dir, was du 2026 wo zahlst, warum die Sätze so unterschiedlich ausfallen und was das für deinen Einkauf und für Reisen bedeutet.
Inhalt
- Deutschland 2026: 0,32 € / ml Tabaksteuer, mit Mehrwertsteuer effektiv rund 3,80 € pro 10-ml-Flasche.
- Höchstsatz in der EU: Irland mit 0,50 € / ml.
- Kein eigener Satz: Frankreich erhebt weiterhin keine Liquidsteuer.
- Neu ab Oktober 2026: Großbritannien führt 0,22 £ / ml ein, Banderolenpflicht ab April 2027.
- Lenkungssteuer: Die Schweiz besteuert Einweg-Vapes fünffach gegenüber Nachfüll-Liquids.
Steuern auf Vapes und Liquids: Was du in Deutschland 2026 zahlst
Grundlage für die aktuelle Steuer auf Vapes, E-Zigaretten und Liquids in Deutschland ist das Tabaksteuermodernisierungsgesetz von 2021. Es hat die Steuer in vier Schritten angehoben. Der bisher Letzte trat am 1. Januar 2026 in Kraft. Seitdem liegt der Satz bei 0,32 Euro pro Milliliter.
- 1. Juli 2022: 0,16 € / ml
- 1. Januar 2024: 0,20 € / ml
- 1. Januar 2025: 0,26 € / ml
- 1. Januar 2026: 0,32 € / ml
Auf die Tabaksteuer wird anschließend die Umsatzsteuer von 19 Prozent aufgeschlagen. Effektiv zahlst du dadurch rund 0,38 Euro Steuer pro Milliliter, bei einer 10-ml-Flasche also etwa 3,80 Euro allein an Abgaben. Bei einem Ladenpreis von 9 Euro macht das beinahe die Hälfte aus.
Nikotinfreie Basen und Aromen unterliegen demselben Satz
Der deutsche Gesetzgeber knüpft die Steuer an das Volumen und an die Zweckbestimmung der Flüssigkeit. Der Nikotingehalt spielt dabei keine Rolle. Sobald eine Flüssigkeit erkennbar zum Verdampfen gedacht ist, greift der volle Satz. Das betrifft reine Aromen, Nikotin-Shots und auch Basisflüssigkeiten aus Propylenglykol und Glycerin.
Für Selbstmischer hat das spürbare Folgen. Ein Liter Basisflüssigkeit kostet im Chemie- oder Lebensmittelhandel 10 bis 12 Euro. Im Fachhandel für Dampfer liegt derselbe Liter 2026 inklusive Steuern bei über 300 Euro.
Achtung Steuerhinterziehung
Wer unversteuerte Chemikalien kauft und daraus gezielt Liquid mischt, begeht Steuerhinterziehung nach § 370 Abgabenordnung.
Weltweiter Vergleich: Steuern auf Liquids 2026
Die folgende Tabelle listet reine Verbrauchsteuern auf Vapes, E-Zigaretten und Liquids. Die jeweilige nationale Mehrwertsteuer kommt überall noch obendrauf. Beträge außerhalb des Euroraums sind zur Orientierung umgerechnet, Grundlage sind die Referenzkurse der Europäischen Zentralbank vom 4. August 2026.
| Land | Steuer auf Liquids (2026) | Gilt für | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 0,32 € / ml | Alle Liquids mit und ohne Nikotin, auch Basen und Aromen | Bisher letzte Stufe des Tabaksteuermodernisierungsgesetzes, erreicht am 1. Januar 2026. Verbot von Einweg-Vapes in Vorbereitung |
| Irland | 0,50 € / ml | Alle Liquids | Höchster Satz in der EU, Verbot von Einweg-Vapes in Vorbereitung |
| Tschechien | 0,40 € / ml | Alle Liquids, auch Premixe und Longfills | CBD in Vapes ist verboten |
| Lettland | 0,35 € / ml | Alle Liquids | Kombiniert mit einem Verbot aller Aromen außer Tabak |
| Polen | 1,44 PLN / ml (umgerechnet rund 0,33 € / ml) | Alle Liquids mit und ohne Nikotin | Deutliche Erhöhungen 2025 und 2026 gegen den Jugendkonsum |
| Großbritannien | 0,22 £ / ml, umgerechnet rund 0,26 € / ml (ab 1. Oktober 2026) | Alle Liquids, unabhängig vom Nikotingehalt | Steuerbanderolen werden Pflicht, Kontrolle über die HMRC |
| Spanien | 0,15 € / ml bis 15 mg/ml Nikotin, 0,20 € / ml darüber | Gestaffelt nach Nikotingehalt, auch nikotinfrei | Eingeführt über das Omnibus-Dekret |
| Kroatien | 0,20 € / ml | Alle Liquids | Seit Mitte 2025, parallel zu höheren Sätzen für Tabakerhitzer |
| Österreich | 0,20 € / ml (ab Frühjahr 2026) | Liquids und Nikotinbeutel | Das Tabaksteuergesetz wird auf alternative Nikotinprodukte ausgeweitet |
| Italien | rund 0,14 € / ml mit Nikotin, rund 0,10 € / ml ohne | Nach Nikotingehalt getrennt | Eines der ältesten Modelle in Europa |
| Frankreich | 0,00 € | Keine eigene Liquidsteuer | Der Gesetzentwurf für 2026 fand keine Mehrheit, dafür strengere Regeln für Onlinehandel |
| Schweiz | 1,00 CHF / ml für Einweg (rund 1,07 € / ml), 0,20 CHF / ml für Nachfüll-Liquids und Pods (rund 0,21 € / ml) | Einweg mit und ohne Nikotin, Mehrweg nur mit Nikotin | Einweg-Produkte werden aus Umweltgründen fünffach belastet |
| Kanada | 1,12 CAD je 2 ml für die ersten 10 ml (rund 0,69 €), danach 1,12 CAD je 10 ml | Alle Vaping-Produkte | Provinzen wie Ontario, Quebec und Nova Scotia verdoppeln den Bundessatz |
| Philippinen | 69,46 PHP je 10 ml für Nikotinsalze (rund 0,99 €), 6,49 bis 6,95 PHP je ml für Freebase (rund 0,09 bis 0,10 € / ml) | Getrennt nach chemischer Form des Nikotins | Der Unterschied um den Faktor zehn führt zu Falschdeklarationen von Nikotinsalz als Freebase |
| Indonesien | 10 % vom Verkaufspreis | Wertbasiert statt nach Volumen | Die Sätze bleiben 2026 unverändert |
| Südafrika | rund 0,05 € / ml plus rund 0,11 € / mg Nikotin (diskutiertes Modell) | Kombination aus Volumen und Nikotingewicht | Der Entwurf verteilt die Last im Verhältnis 70 zu 30 zwischen Nikotin und Basis |
| USA | Große Unterschiede zwischen den Bundesstaaten: teils nach Menge (rund 0,05 bis 0,10 USD / ml), teils nach Großhandelspreis (7 bis 95 %, Höchstwert Minnesota) | Je nach Staat auch auf Hardware wie Pods und Akkuträger | Keine bundeseinheitliche Regelung |
Europa bleibt ein Flickenteppich
Eine gemeinsame europäische Linie gibt es 2026 nicht. Die EU-Kommission wollte die Richtlinie über die Tabakbesteuerung überarbeiten und erstmals Mindestsätze für Liquids, erhitzten Tabak und Nikotinbeutel festschreiben, um Grenzhandel und Steuergefälle im Binnenmarkt einzudämmen. Das Vorhaben fiel am 18. Juni 2026 im Europäischen Parlament mit 439 zu 181 Stimmen durch. Vorher war bereits ein abgeschwächter Bericht des Wirtschaftsausschusses knapp gescheitert, der geringere Sätze nach dem Prinzip „weniger Schaden, weniger Steuer“ vorsah.
Übrig bleiben nationale Alleingänge. Irland verlangt seit 2025 fünfzig Cent pro Milliliter und liegt damit an der Spitze. Frankreich verzichtet weiterhin und setzt stattdessen auf Verkaufs- und Werbebeschränkungen. Spanien staffelt nach Nikotingehalt, Österreich hat im Frühjahr 2026 mit 20 Cent pro ml nachgezogen.
Parallel greifen Aromenverbote. Dänemark hat bis April 2026 das strengste Regime Europas aufgebaut: erlaubt bleiben nur Tabak und Menthol, der Nikotingehalt pro Einheit ist gedeckelt. Lettland und die Niederlande gehen ähnlich vor.
Großbritannien: Steuer ab Oktober 2026, Banderolen ab 2027
Der britische Gesundheitsdienst hat das Dampfen jahrelang aktiv als Ausstiegshilfe empfohlen. Steuerlich vollzieht das Land 2026 eine Kehrtwende. Am 1. Oktober 2026 tritt die Vaping Products Duty in Kraft: 2,20 Pfund je 10 Milliliter, umgerechnet rund 2,57 Euro, was 0,22 Pfund oder umgerechnet rund 0,26 Euro pro Milliliter entspricht. Der Nikotingehalt spielt dabei keine Rolle.
Für einen Nutzer mit einem Verbrauch von 10 Millilitern am Tag steigen damit die monatlichen Kosten von rund 75 auf etwa 155 Pfund, umgerechnet also von rund 88 auf etwa 181 Euro. Rauchen kostet in Großbritannien weiterhin rund 300 Pfund im Monat, umgerechnet rund 350 Euro. Der Preisabstand bleibt also bestehen, und das ist politisch so gewollt.
Hersteller und Importeure müssen sich seit April 2026 registrieren, und ab dem 1. April 2027 darf im Einzelhandel nur noch Ware mit amtlicher Steuerbanderole verkauft werden. Nicht entsprechend ausgezeichnete Produkte werden beschlagnahmt.
Schweiz: Einweg wird bestraft, Nachfüllen belohnt
Die Schweiz reguliert Vapes seit Oktober 2024 über das Tabakproduktegesetz, das die Füllmenge von Einweg-Vapes und Pods auf 2 Milliliter begrenzt. Steuerlich fällt das Land durch eine ungewöhnlich große Spreizung auf: Einweg-Produkte kosten einen Franken pro Milliliter, umgerechnet rund 1,07 Euro, mit und ohne Nikotin. Nachfüll-Liquids, vorbefüllte Pods und Mehrwegsysteme kommen mit 0,20 Franken pro Milliliter davon, umgerechnet rund 0,21 Euro, und das auch nur, wenn Nikotin enthalten ist. Nikotinfreie Nachfüll-Liquids bleiben steuerfrei. Hintergrund ist der Elektroschrott aus fest verbauten Akkus, wie die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz in ihrer Übersicht zu den Steuererhöhungen 2026 beschreibt. Der Schweizer Markt bewegt sich dadurch spürbar weg von Einweg-Vapes.
Kanada: Bund und Provinz kassieren zweimal
Kanada erhebt seit 2022 eine Bundessteuer, die mit der Behältergröße degressiv steigt: Für die ersten 10 Milliliter fallen 1,12 kanadische Dollar je 2 Milliliter an, umgerechnet rund 0,69 Euro. Für alles darüber sind 1,12 Dollar je 10 Milliliter fällig. Ontario, Quebec und ab April 2026 auch Nova Scotia legen den gleichen Zins obendrauf. Eine 60-ml-Flasche trägt damit 11,20 Dollar Bundes- und 11,20 Dollar Provinzsteuer, insgesamt 22,40 Dollar oder umgerechnet rund 13,84 Euro. Hersteller brauchen für jede Provinz eigene Banderolen.
Philippinen: der Nikotin-Trick
Der wohl kurioseste Ansatz stammt aus Südostasien. Der philippinische Republic Act 11467 unterscheidet nach der chemischen Form des Nikotins. Liquids auf Basis von Nikotinsalzen kosten 69,46 Peso je 10 Milliliter, umgerechnet rund 0,99 Euro. Klassische Freebase-Liquids kosten 6,49 bis 6,95 Peso je einzelnem Milliliter, umgerechnet zwischen 0,09 und 0,10 Euro. Der Unterschied beträgt rund das Zehnfache. In der Praxis deklarieren deshalb Importeure Nikotinsalz oftmals als Freebase-Ware.
Was hohe Steuern im Markt auslösen
Die Nachfrage nach E-Zigaretten reagiert stark auf Preise. Schätzungen zur Preiselastizität liegen zwischen -1,30 und -2,6. Ein um zehn Prozent höherer Preis führt also zu 13 bis 26 Prozent weniger Nachfrage. Steuern werden dabei überproportional weitergegeben: Aus einem zusätzlichen Euro Steuer werden im Regal 1,44 bis 1,60 Euro. Das Arbeitspapier des National Bureau of Economic Research (NBER) rechnet das im Detail vor.
Heikel wird es beim Wechselspiel mit der Zigarette. Beide Produkte sind ökonomische Substitute. Steigt der Preis für Liquids, greifen preissensible Raucher wieder zur Schachtel. Die Simulation der NBER-Forscher kommt auf 6,4 zusätzlich verkaufte Zigarettenpackungen pro 0,7-ml-Pod, das wegen einer Steuer nicht mehr gekauft wird.
In Deutschland lässt sich der Effekt an zwei Zahlen ablesen. Laut Statistischem Bundesamt stieg die versteuerte Menge an Tabakwaren-Substituten 2025 um 18,2 Prozent auf 1,5 Millionen Liter. Gleichzeitig meldet der Schwarzmarkt-Tracker von Reemtsma fast 30 Prozent mehr beschlagnahmte illegale E-Zigaretten, überwiegend Einweg-Modelle mit Füllmengen weit über den in der EU erlaubten 2 Millilitern. Die Steuer hat den Konsum kaum gesenkt, sie hat ihn zu einem Teil verlagert. In diesen Kanälen greifen weder Jugendschutz noch Produktsicherheit.
Urlaub, Zoll und Bestellungen aus dem Ausland
Das internationale Preisgefälle macht den Einkauf im Ausland attraktiv. Die Grenzen sind allerdings eng gezogen.
- Reisen innerhalb der EU: Ab 17 Jahren darfst du für den Eigenbedarf bis zu 1 Liter Liquid steuerfrei nach Deutschland mitbringen, verteilt auf höchstens 10 Kleinverkaufspackungen, also etwa 10 Fläschchen Liquid. Wer darüber liegt, gilt für den Zoll als gewerblicher Händler und zahlt nach.
- Einreise aus Nicht-EU-Staaten: Hier gilt keine Mengen-, sondern eine Wertgrenze. Bei Flug- und Seereisen sind Waren bis 430 Euro abgabenfrei, auf dem Landweg bis 300 Euro, für Reisende unter 15 Jahren bis 175 Euro.
- Postversand: Bestellungen unversteuerter Liquids bei ausländischen Shops sind unzulässig, auch innerhalb der EU. Sendungen ohne gültiges deutsches Steuerzeichen werden beschlagnahmt, dem Empfänger droht ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung nach § 370 AO. Einen steuerfreien Eigenbedarf im Versandhandel gibt es nicht.
Wer legal einkauft, erkennt versteuerte Ware am deutschen Steuerzeichen auf der Packung. Bei versiegelten Systemen wie ELFA Pods oder Nachfüll-Liquids wie ELFLIQ ist das Zeichen Teil der Verpackung.
FAQ: häufige Fragen zu Steuern auf Vapes und Liquids
Wie viel Steuer steckt 2026 in einer 10-ml-Flasche Liquid?
Die reine Tabaksteuer beträgt 3,20 Euro. Weil auf diesen Betrag zusätzlich 19 Prozent Umsatzsteuer entfallen, liegt die effektive Belastung bei rund 3,80 Euro pro Flasche. Der Warenwert und die Handelsspanne kommen darauf noch obendrauf.
Zahle ich auf nikotinfreies Liquid genauso viel wie auf nikotinhaltiges?
Ja. Deutschland besteuert nach Volumen und Zweckbestimmung, der Nikotingehalt ist irrelevant. Nikotinfreie Fertigliquids, Aromen und Basen unterliegen demselben Satz von 0,32 Euro pro Milliliter. Andere Länder handhaben das unterschiedlich: In der Schweiz bleiben nikotinfreie Nachfüll-Liquids steuerfrei, Italien besteuert sie niedriger.
Wie viel Steuer entfällt auf eine Einweg-Vape mit 2 ml?
Bei 2 Millilitern Füllmenge sind es 0,64 Euro Tabaksteuer, mit Umsatzsteuer darauf rund 0,76 Euro. Angebote, die deutlich unter drei Euro liegen, sind rechnerisch kaum versteuerbar und stammen meist aus illegalen Quellen.
Steigt die Liquidsteuer in Deutschland nach 2026 weiter?
Ja, es gibt bereits Planungen für die Jahre 2027 bis 2030. Demnach soll die Liquidsteuer in den nächsten Jahren schrittweise bis auf 0,36 Euro / ml steigen.
Lohnt es sich, Liquids in Frankreich zu kaufen, wo keine Verbrauchsteuer anfällt?
Für den Eigenbedarf auf einer Reise ist der Einkauf zulässig, solange du unter 1 Liter und 10 Packungen bleibst. Die Ersparnis fällt geringer aus, als der reine Steuervergleich vermuten lässt, weil französische Händler ihre Preise am lokalen Markt ausrichten. Sobald du die Richtmenge überschreitest, wird nachversteuert.
Was passiert, wenn ich Liquids in einem ausländischen Onlineshop bestelle?
Der Versand unversteuerter Liquids an Privatpersonen in Deutschland ist verboten, auch aus EU-Ländern. Der Zoll fängt solche Sendungen systematisch ab. Neben dem Verlust der Ware drohen ein Steuerstrafverfahren und die Nachzahlung. Shops mit deutschem Lager und Steuerzeichen sind davon nicht betroffen.
Woran erkenne ich, ob ein Liquid in Deutschland versteuert wurde?
Versteuerte Ware trägt ein amtliches Steuerzeichen auf der Verkaufspackung, das beim Öffnen zerstört wird. Fehlt es, wurde keine Tabaksteuer entrichtet. Weitere Hinweise auf illegale Ware sind Füllmengen über 2 Millilitern, fehlende deutsche Warnhinweise und Nikotinangaben über 20 mg/ml.
Warum besteuert die Schweiz Einweg-Vapes fünfmal so hoch wie Nachfüll-Liquids?
Der Grund ist die Umwelt. Einweg-Vapes enthalten fest verbaute Lithium-Akkus, die nach wenigen Tagen im Müll landen. Mit einem Franken pro Milliliter für Einweg, umgerechnet rund 1,07 Euro, gegenüber 0,20 Franken oder umgerechnet rund 0,21 Euro für Nachfüll-Liquids lenkt der Gesetzgeber den Markt gezielt Richtung Mehrwegsysteme. Jugendschutz ist das zweite Motiv.
Kommt eine einheitliche EU-Steuer auf Liquids?
Kurzfristig nicht. Das Europäische Parlament hat den Kommissionsvorschlag am 18. Juni 2026 abgelehnt. Eine Neuauflage müsste durch dasselbe Verfahren, und die Positionen der Mitgliedstaaten liegen weit auseinander. Bis dahin gelten die nationalen Sätze mit allen Preisunterschieden an den Grenzen.
Muss ich beim Urlaub in Großbritannien ab Oktober 2026 mit höheren Preisen rechnen?
Ja. Am 1. Oktober 2026 kommen 2,20 Pfund je 10 Milliliter dazu, umgerechnet rund 2,57 Euro. Für Reisende bedeutet das vor allem: Liquids vor Ort werden teurer, und ab April 2027 verkaufen britische Händler nur noch Ware mit Steuerbanderole. Mitgebrachte Liquids aus Deutschland fallen unter die britischen Einfuhrregeln. Informiere dich vor der Reise über die aktuellen Mengen.
E-Zigaretten und Liquids sind ausschließlich für volljährige Konsumenten bestimmt. Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung.
