Wegen Entlastung der Autofahrer: Tabaksteuererhöhung für 2027 kommt schon 2026
Die Bundesregierung will angesichts der hohen Spritpreise die Energiesteuer auf Kraftstoffe senken. Gegenfinanziert wird das durch eine höhere Tabaksteuer. Ein Grund mehr, mit dem Rauchen aufzuhören oder auf E-Zigaretten umzusteigen.
Die nächste große Stufe der Tabaksteuererhöhung war ursprünglich im Zusammenhang mit der Reform der Krankenversicherung für das Jahr 2027 geplant gewesen. Diese Erhöhung wird aber aller Wahrscheinlichkeit nach schon in diesem Jahr kommen. Hintergrund ist die Gegenfinanzierung des sogenannten Entlastungspakets. Mit diesem Paket möchte der Staat Autofahrer und Arbeitnehmer unter anderem durch eine zunächst auf zwei Monate befristete Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe um 17 Cent pro Liter entlasten. Ein weiteres Element ist die Möglichkeit für Arbeitgeber, eine steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro an ihre Beschäftigten auszuzahlen.
Weil diese Maßnahmen jedoch steuerliche Mindereinnahmen in Höhe von etwa 1,6 Milliarden Euro bedeuten, soll im Gegenzug die Tabaksteuer bereits im Jahr 2026 steigen – und nicht erst im kommenden Jahr.
Was das für die Zigarettenpreise in Deutschland bedeutet
Sollte die Steuererhöhung wie diskutiert vorgezogen werden, hat das deutliche und unmittelbare Auswirkungen auf den Geldbeutel der Raucher. Derzeit zahlen sie für eine Standardpackung mit 20 Zigaretten in Deutschland durchschnittlich etwa 8,50 Euro. Durch die geplante Erhöhung müssten Raucher voraussichtlich zwei Euro mehr pro Schachtel bezahlen, wodurch der Ladenpreis auf etwa 10,50 Euro steigen würde. Wenn du deine Zigaretten am Automaten ziehst, könntest du bald mit 11,50 Euro konfrontiert werden; auch der Preis für Feinschnitt würde steigen, und zwar auf rund 12 Euro.
Um dir die finanzielle Dimension zu verdeutlichen: Wenn du täglich eine Schachtel rauchst, würden dir durch diese Erhöhung Mehrkosten von rund 60 Euro im Monat entstehen, was sich auf über 700 Euro im Jahr summiert. Die starke Belastung kommt daher, dass klassische Zigaretten durch einen festen Stückpreis und einen prozentualen Anteil stark besteuert werden. So macht die Steuer bei einer herkömmlichen Neun-Euro-Schachtel durch Tabak- und Mehrwertsteuer zusammen fast 50 Prozent des Endpreises aus. Das entspricht mehr als vier Euro an reinen Steuern.
Warum E-Zigaretten die deutlich günstigere Alternative sind
Wenn du diese hohen Zusatzkosten umgehen möchtest, bieten dir E-Zigaretten und sogenannte Vapes eine finanziell sehr attraktive Alternative. Der entscheidende Unterschied liegt hier im wesentlich geringeren Steueranteil. Während du bei Tabakzigaretten über vier Euro Steuern pro Schachtel abführst, wird das Liquid von E-Zigaretten aktuell mit lediglich 0,32 Euro pro Milliliter besteuert. Eine typische Einweg-Vape wie die Elfbar 800 oder ein Pod-System wie Elfbar ELFA ist meist mit zwei Millilitern Liquid gefüllt, was einer Steuer von 0,64 Euro entspricht. Weil man davon ausgeht, dass eine solche E-Zigarette in etwa der Reichweite von zwei normalen Tabakschachteln entspricht, beläuft sich deine umgerechnete Steuerlast auf gerade einmal 32 Cent pro fiktiver Schachtel. Ähnlich sieht es aus, wenn du Liquidfläschchen mit zehn Millilitern kaufst. Diese entsprechen dem Konsum von rund zehn Zigarettenschachteln, es fallen darauf aber insgesamt nur 3,20 Euro Steuern an.
Selbst wenn die Politik die Liquidsteuer in der Zukunft verdoppeln sollte, läge dein Steueranteil für eine E-Zigarette umgerechnet immer noch bei nur 64 Cent. Das wäre immer noch nur ein Bruchteil dessen, was du für echten Tabak zahlen müsstest. Durch diesen Steuerunterschied ist nicht nur die Steuerlast, sondern auch der Gesamtpreis für ein vergleichbares Dampfvolumen bei E-Zigaretten wesentlich geringer.
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